05.10.2017Das derzeitige Zulassungsverfahren zu einem Medizinstudium zwingt viele Abiturienten zu mehrjährigen Wartefristen. Zu unrecht, befindet der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen. “Es ist falsch, die Abiturnote als alleiniges Kriterium für eine Zulassung zu einem Studium der Human-, Veterinär- oder Zahnmedizin heranzuziehen“, sagt Johannes Dallheimer, Bundesvorsitzender der Gruppe. “Beste Mediziner brauchen keine besten Abinoten. Denn ein Talent fürs auswendig lernen kann Empathie und Mitgefühl für Patienten nicht ersetzen.“
Die Hochschulgruppe setze sich für eine Reform der Zulassungssysteme ein. Statt des derzeitig gängigen NC-Verfahrens, verlange die Hochschulgruppe mehr Autonomie für die jeweiligen Universitäten. Dabei sollen einzelne Noten von studienrelevanten Fächern stärker gewichtet werden sowie ein Assessment-Center in die Entscheidung zur Studienplatzvergabe miteinfließen. “Wichtig ist, dass wir mit dem neuen System zusätzliches Engagement und echten Einsatz für die Materie honorieren“, so Dallheimer zu den Reformvorschlägen.
Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts in Gelsenkirchen muss sich nun das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit der Rechtmäßigkeit des Numerus Clausus befassen. Weitere Informationen zum Verfahren finden Sie hier.
Liberale Hochschulgruppe fordert Reform des Numerus Clausus-Systems
Der Numerus Clausus steht auf dem PrüfstandDas derzeitige Zulassungsverfahren zu einem Medizinstudium zwingt viele Abiturienten zu mehrjährigen Wartefristen. Zu unrecht, befindet der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen. “Es ist falsch, die Abiturnote als alleiniges Kriterium für eine Zulassung zu einem Studium der Human-, Veterinär- oder Zahnmedizin heranzuziehen“, sagt Johannes Dallheimer, Bundesvorsitzender der Gruppe. “Beste Mediziner brauchen keine besten Abinoten. Denn ein Talent fürs auswendig lernen kann Empathie und Mitgefühl für Patienten nicht ersetzen.“
Die Hochschulgruppe setze sich für eine Reform der Zulassungssysteme ein. Statt des derzeitig gängigen NC-Verfahrens, verlange die Hochschulgruppe mehr Autonomie für die jeweiligen Universitäten. Dabei sollen einzelne Noten von studienrelevanten Fächern stärker gewichtet werden sowie ein Assessment-Center in die Entscheidung zur Studienplatzvergabe miteinfließen. “Wichtig ist, dass wir mit dem neuen System zusätzliches Engagement und echten Einsatz für die Materie honorieren“, so Dallheimer zu den Reformvorschlägen.
Hintergrund
Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts in Gelsenkirchen muss sich nun das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit der Rechtmäßigkeit des Numerus Clausus befassen. Weitere Informationen zum Verfahren finden Sie hier.