21.01.2006FDP-FraktionAußenpolitik

STINNER: Nach Rugovas Tod: UNMIK, EU und KFOR müssen Stabilität im Kosovo sicherstellen

BERLIN. Zu der Situation im Kosovo nach dem Tod des Präsidenten Ibrahim Rugova, erklärt der Balkanexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer STINNER:

Mit dem Tod von Ibrahim Rugova hat der Kosovo seinen politischen Mittelpunkt verloren. Die Gefahr einer unkontrollierten Enwicklung ist gerade in dieser angespannten Zeit des Beginns der Statusverhandlungen sehr groß. Die Europäische Union muss im Einvernehmen mit UNMIK (United Nations Interim Administration Mission in Kosovo) und der NATO unmittelbar dafür sorgen, dass die Stabilität im Kosovo erhalten bleibt. Es ist zu erwarten, dass insbesondere auch militante Kreise im Kosovo versuchen, aus diesem Machtvakuum Kapital zu schlagen. Dies darf unter keinen Umständen zu ethnisch orientierten Unruhen im Kosovo führen. Die internationale Gemeinschaft muss zeigen, dass sie willens und in der Lage ist, Krisensituationen im Kosovo zu beherrschen, für das sie schließlich die Verantwortung übernommen hat.

Knut Steinhäuser
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